Die Woche geht mit leicht steigenden Heizölpreisen zu Ende. Wie hoch die Aufschläge letzten Endes ausfallen, muss sich im Laufe des Tages zeigen. Nachdem die Ölpreise am Weltmarkt mit Aufschlägen aus dem asiatischen Handel in der Nacht gekommen sind, sehen wir seit Beginn des europäischen Handels Abschläge beim Ölpreis. Die Tonne Gasöl (Börsenwert für Heizöl und Diesel) kostet in London aktuell 946 $. Der Euro notiert weiterhin stabil im Bereich von 1,31 US-Dollar. Vom Währungsmarkt gehen folglich keine Preisimpulse aus.
Unabhängig von den Heizölpreisen müssen sich Kunden mit kurzfristigem Heizölbedarf nun auch erstmals in diesem Winter aktiv mit der Wettersituation beschäftigen. Kunden sollten das Wochenende unbedingt nutzen, um einen prüfenden Blick auf die Messuhr am Heizöltank zu werfen. Der Tank in einem durchschnittlichen Einfamilienhaus sollte noch mindestens 1.000 - 1.500 Liter Heizöl beinhalten, um sicher über den Winter zu kommen. Wer zu wenig Öl hat, der sollte unbedingt rechtzeitig Heizöl bestellen.
Für den Fall einer längeren Kälteperiode ist erstmals seit der Bevorratungswelle im Herbst, auch wieder mit einer inländischen Komponente im Heizölpreis zu rechnen. Im Moment sind die Heizölpreise ausschließlich weltmarktabhängig und bewegen sich am unteren Rand des Möglichen. Eine durchgreifende Marktbelebung im Inland kann durch steigende Händlermargen, schwindende Warenbestände und knappe Liefertermine schnell für Aufschläge von zwei bis fünf Cent je Liter Heizöl sorgen. Der Heizölmarkt wird dann vom Käufer- zum Verkäufermarkt. Kunden, die auf fallende Heizölpreise spekulieren, sollte dies unbedingt beachten.
Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 110,70 $, Gasöl ca. 945 $ / t
Euro/US Dollar: ca. 1,310 (nahezu unveränd.)
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© interaid GmbH 27.01.2012