Die Heizölpreise bewegen sich auch am Donnerstag kaum. Steigende Ölpreise und ein gleichzeitig steigender Euro heben sich in ihrer Wirkung auf die Inlandspreise auf. Mit einem aktuellen Gegenwert von 1,313 US-Dollar verzeichnet die europäische Gemeinschaftswährung den höchsten Stand seit Mitte Dezember. Fortschritte bei der Klärung der europäischen Schuldenkrise und die US-Notenbank Fed gaben dem Euro gestern erheblichen Rückenwind und die kritische Marke von 1,30 US-Dollar sollte damit nachhaltig überwunden sein. Zumindest in diesem Punkt dürfen Heizölkunden wieder deutlich optimistischer sein als zuletzt.
Die gestrige Ankündigung der Fed, die amerikanischen Leitzinsen noch mindestens bis 2014 am Boden zu lassen drückte den Dollar und gab gleichzeitig dem Ölpreis auftrieb. Auch die neuesten Lagerbestandsdaten aus den USA wurden vom Markt leicht bullish interpretiert, obwohl sie nicht wirklich schlecht waren. Viele Marktteilnehmer hoben Meldungen zufolge auf die gesunkenen Heizölbestände ab. Der Rohölbereich wurde dagegen ignoriert.
Im Einzelnen fielen die gestrigen Bestandsdaten des Departments of Energy (DOE) wie folgt aus:
- Rohöl: hoher Aufbau (+ 3,6 Mio Barrel)
- Destillate (Heizöl, Diesel): geringer Aufbau (- 2,5 Mio Barrel)
- Benzin: hoher Aufbau (- 0,4 Mio Barrel)
Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 110,30 $, Gasöl ca. 942 $ / t
Euro/US Dollar: ca. 1,303 (nahezu unveränd.)
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© interaid GmbH 26.01.2012